Direkt zum Hauptbereich

Zeitmanagement mit Kids?

Geht das? Das ist die aktuelle Frage, welche ich mir gerade stelle. Hintergrund ist: ich muss im Rahmen meines ersten Semesters einen Hausarbeit über Zeitmanagement schreiben. In dieser soll ich eine bekannte Methode auswählen und an Hand eines Selbstversuches protokolieren, erklären, Fazit ziehen etc.
Ich habe mir so die gängigen Methoden/Strategien angeschaut und bin zum Schluss gekommen.
Eigentlich mache ich das ja schon in einer auf mich abgestimmten Form.
To-Do's Listen, Prioritäten setzen, delegieren (wenn es geht), verschieben, streichen. Ohne das würde ich im Mama Alltag komplett untergehen. Wenn ich alles spontan und nach Lust und Laune machen würde ohne ein Orientierung würde ich die Hälfte vergessen.
Im Prinzip machen, dass bestimmt die meisten Mamas so. 

Nur befürchte ich, dass die Tutoren was anderes sehen wollen, als ein perfekt in den Alltag integriertes Zeitmanagement einer Hausfrau. Sie wollen bestimmt irgendwas von beruflichen oder studentischen Sachen sehen, etwas was auch in Gesellschaft als Arbeit eingestuft wird.

Die vielen Ideengeber z.B.:
  • Eisenhower                          Eisenhower Prinzip
  • ALPEN Methode                Lothar J. Seiwert
  • Pareto Prinzip                      Vilfredo Pareto

Das sind Alles Herren der Schöpfung und werden dafür gelobt und angepriesen,
wie toll, neu und super diese Ideen sind.
Die Herren sind wichtige Personen, mit wichtigen Posten.
Also muss das toll und neu sein, was sie sich da überlegt haben.
Manager gehen in  Schulungen, buchen Coaches für ihr Team etc.

Ich finde diesen Hype etwas amüsant und vielleicht etwas traurig, da es eigentlich im Prinzip nichts anders ist, als eine vernünftige Arbeitsweise, welche schon sehr lange bestimmt von vielen Hausfrauen, Mamas  oder noch krasser berufstätigen Mamas, angewendet werden muss und auch angewendet wird.

Wenn nicht würde das GANZE SYSTEM zusammen brechen (siehe Frauenstreik in Island 1975).

Man muss jeden Tag seine Aufgaben erledigen, sich sortieren, Prioritäten setzten und effizient sein.
Vor Allem wenn Kinder im Spiel sind, man muss auch noch immer ein Plan B in petto haben,
falls etwas nicht nach Plan läuft.  Und mit Kindern läuft immer etwas schief oder nicht nach Plan.

Wieso gibt es keine " Hausfrauen -Methode" oder Zeitmanagement nach Mutter Beimer?
Diese Zeitmanagement Geschichten laufen doch schon bestimmt viel länger so in den Haushalten, als die Methoden ihre Namen erhalten haben.

Der Unterschied ist nur,  das läuft von alleine, es muss einfach gemacht werden. Da sitzt keine Frau Müller Abends am Tisch und denkt sich: Hmm eigentlich ist es voll toll was ich alles geschafft habe. Wie effizient ich heute mal wieder war. Meine Herangehensweise an die einzelnen Arbeitsschritte muss ich unbedingt nieder schreiben und daraus eine effektive Zeitmanagement Methode heraus kristallisieren, damit die Unternehmen ihre Mitarbeiter effektiver und zielgerichteter einsetzen können.
Nein, Frau Müller sitzt Abends am Tisch, ist fix und fertig und denkt darüber nach bei wem man wohl Urlaub beantragen muss:)




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

Ist ein altes Sprichwort und viele nehmen es für bare Münze. Jedoch ist diese Denkweise veraltet und außerdem falsch. Für viele, ist es eine willkommene Ausrede/Entschuldigung etwas nicht mehr zu lernen oder es gar nicht zu versuchen.  Da hört man oft: ach ich bin zu alt dafür, ach dieses neumodische Zeugs, wer braucht das schon. Die Menschen reden sich ein, dass dies nicht nötig sei und es sowieso verschwendete Zeit ist, weil: 1. früher ging es ohne auch 2. brauche ich nicht mehr 3. schaffe ich sowieso nicht Tja, was mich aber oft bei solchen Aussagen auf die Palme bringt, dass das totaler BULLSCHIT ist. Der Mensch und somit das menschliche Gehirn ist sehr wohl in der Lage selbst bis ins hohe Alter etwas Neues zu Erlernen. Ausser natürlich man ist krankheitsbedingt eingeschränkt.  Ansonsten, sorry Leute ihr seid einfach zu FAUL! Nix anderes. Ja auf Grund des fortschreitenden Alters und des Abbaus benötigt man mehr Zeit, andere Ressourcen und Bedienungen, ...

Alt

Bild von Künstlerin:Inge Löök In letzter Zeit ist es mir vermehrt aufgefallen, dass zumindest dass viele im Bekanntenkreis in meinem Umfeld das Thema Alter oder älter werden vermeiden oder sich in der einen oder anderen Weise dagegen wehren? Wieso? Ich selbst gehe auf die 40 zu und habe (zumindest denke ich) kein Problem damit. Mir ist klar, dass ich keine 20 Jahre mehr bin, das sagt mir mein Körper jeden Tag morgens :) Dennoch finde ich es nicht schlimm. Es nervt ja, aber kommt jetzt nicht so überraschend. Der Körper verändert sich. Egal was man dagegen oder dafür macht. In jeder Lebensphase funktioniert oder funktioniert nicht, der Körper anders. Da kann man es verschweigen unter den Teppich kehren, das Make-Up drauf machen, bringt nix, ss ändert nichts an der Biologie. Wir sind keine Vampire, keine Elfen (Gott sei Dank) oder ähnliches, wir sind genauso vergänglich wie Pflanzen, Tiere, die Ganze Welt außer Plastik. Wäre es dann nicht besser sich damit rechtzeitig auseinander ...

Krikelkrakel

Das kommt bei mir raus, wenn ich mich mal wieder an den Maltisch setze und mit den Kindern male😂 Und dann kommt noch die Frage: sind das Papa und du? Ich bin mir noch unschlüssig, ob es ein Kompliment oder Beleidigung ist.🤣