Direkt zum Hauptbereich

Aller guten Dinge sind DREI

Ich befinde mich in der 26 SSW. Für alle Nicht-Kenner, das ist die Schwangerschaftswoche, also ca. Anfang 7 Monat. Wie bei den beiden Schwangerschaften zuvor gibt es auch hier ein paar Punkte die ich nicht mag.

Ich hasse es weiterhin, wenn Leute meine Bauch anfassen wollen oder es sogar tun. Was soll das? Ich verstehe das nicht, wieso? Warum verspüren einige den Drang einen Schwangerenbauch anzufassen. Es ist ja nicht so, dass sich das kleine Lebewesen permanent bewegt und bei jeder Berührung rum zappelt. Bei engen Familienmitgliedern (Mann, Geschwisterkinder) kann ich das nachvollziehen. Es ist ein neues Familienmitglied, dass da heran wächst. Aber Fremde (ja, auch das kann passieren, grrrr) Nachbarn oder entfernte Bekannte? Wieso?
Ich sage rigoros NEIN oder gleich Finger weg. Und das merkwürdige ist, diese Menschen sind irritiert. Echt jetzt? Das verwirrt, wenn ich Leuten untersage meinen Bauch zu betaschen?
Nur zur Info:

Wenn man den Bauch einer Schwangeren anfasst, dann fasst man den Bauch einer Schwangeren an, NICHT das Baby! 

Es sind noch diverse Schichten dazwischen: Haut, Fettschicht, Muskeln, Gebärmutter und was weiß ich noch. Nochmal, es ist nicht das Baby! Das ist so wenn ich fragen würde: Darf ich den Blumentopf anfassen, weil ich spüren will wie die Pflanze wächst.
Na merkt ihr was?

Ebenso habe ich so meine Schwierigkeiten mit der Aussage: genieße die Schwangerschaft.
Klar für einige Mamas nicht nachvollziehbar. Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe super Glück und bin von allen fiesen Schwangeren Nebenwirkungen verschont geblieben. Es läuft alles gut. Und ich freue ich wahnsinnig auf unseren neuen Erdenbürger. Ich liebe es, wenn sich das Baby bemerkbar macht und ich mache mir jetzt schon Sorgen, was ich alles falsch mache oder machen werde.

Aber was heißt es die Schwangerschaft genießen?
- Den immer größeren unhandlichen Bauch, der ab einer Größe im Weg ist, nicht in die Kleidung passt oder beim Schlafen behindert?
- Das ständige aufs Klo rennen?
- Und was mein persönlicher Hassfaktor ist (abgesehen, von den auchgrapschern) Man wird langsamer!

Ich gebe es zu, ich bin eine etwas (hüstel, hüstel) hektische/ungeduldige Person. Es muss alles schnell gehen und am Besten sofort erledigt werden. Ich gehe schnell, ich rede schnell (und oft sogar laut). Aber wenn man schwanger ist, zumindest wird man irgendwann in der Beweglichkeit und im Tempo eingeschränkt. Ich beispielsweise, gehe aus dem Haus und gehe "nur" kurz zum Bäcker, eine Strecke die ich normalerweise in 5 Minuten schaffe. Laufe also los und jedes Mal vergesse ich ( ja wirklich/leider jedesmal, ach ja da gibt es ja noch die 'Schwangerschaftsdemenz') dass ich nicht mehr so schnell bin, also 10 schnelle Schritte gemacht und dann phuuu, scheiße, aus der Puste und ich erinnere mich wieder: langsamer laufen sonst kommst du nie.
Also was genau meinen die damit, genießen die Schwangerschaft? Für mich ist die Schwangerschaft Mittel zum Zweck. Ich liebe dieses kleine Lebewesen unsterblich, aber der Weg dahin ist meiner Meinung nach nicht mit Rosen gebettet. Es ist nicht böse gemeint, finde es klasse, wenn andere von dem Glow schwärmen und permanent das Bäuchlein streicheln. Bei mir sind es Augenringe und Mittagschlaf. Vielleicht, aber nur vielleicht, liegt es auch daran, dass da noch zwei weitere kleine Mäuse um mich rum schwirren und ich einfach nicht dazu komme? ….Neeee, bei der ersten Schwangerschaft war es genauso.

Dennoch mein kleines Würmchen, nein jetzt bis du schon eine Grapefruit. Wir freuen uns wahnsinnig auf dich und ich freue mich jetzt schon darauf, dass wir bald Chaos hoch 3 haben werden. Es soll ja nicht langweilig werden;)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

Ist ein altes Sprichwort und viele nehmen es für bare Münze. Jedoch ist diese Denkweise veraltet und außerdem falsch. Für viele, ist es eine willkommene Ausrede/Entschuldigung etwas nicht mehr zu lernen oder es gar nicht zu versuchen.  Da hört man oft: ach ich bin zu alt dafür, ach dieses neumodische Zeugs, wer braucht das schon. Die Menschen reden sich ein, dass dies nicht nötig sei und es sowieso verschwendete Zeit ist, weil: 1. früher ging es ohne auch 2. brauche ich nicht mehr 3. schaffe ich sowieso nicht Tja, was mich aber oft bei solchen Aussagen auf die Palme bringt, dass das totaler BULLSCHIT ist. Der Mensch und somit das menschliche Gehirn ist sehr wohl in der Lage selbst bis ins hohe Alter etwas Neues zu Erlernen. Ausser natürlich man ist krankheitsbedingt eingeschränkt.  Ansonsten, sorry Leute ihr seid einfach zu FAUL! Nix anderes. Ja auf Grund des fortschreitenden Alters und des Abbaus benötigt man mehr Zeit, andere Ressourcen und Bedienungen, ...

Kindergeburtstag

Wie plane ich einen Kindergeburtstag ohne den Kopf zu verlieren? Wenn es der erste Kindergeburtstag mit Kids ist, ich gar nicht. Es war sehr aufregend für die Kinder, Mann und mich. wie mache ich sowas was mache ich wie viele Kinder laden wir ein Sobald man Google Freund fragt, bekommt man von Super Feier mit Catering und Hüpfburg bis Torte, Musik und fertig, alle Varianten. Das half nicht unbedingt weiter. Man beachte es geht um den 4 Jahre Geburtstag nicht um den 18ten. Also, wie habe ich das geschafft/überlebt? Es war die erste Feier für meine große Maus. Wie kann ich da ruhig bleiben.? Natürlich will ich höher, weiter, besser. Meine Anforderungen sind leider oft zu hoch und nicht realisierbar. Aber ich würde nun mal, gerne für meine Große die Sterne runter holen. Fangen wir von vorne an. Der Geburtstag stand an und ich hatte keinen Plan, wie ich sowas von statten gehen sollte. Mein Mantra für die Zeit war: 'mach dir nicht zu viel Stress, es sind nur vier Jährig...

ein Glas voller schöner Augenblicke

Im Alltag läuft vieles routiniert ab. Man steht auf, versorgt die Kinder, bringt sie in eine Schule/Kindergarten, geht zur Arbeit, macht den Haushalt, der Einkauf wird erledigt, holt die Kinder ab, bespaßt sie, macht Essen, macht sie und später sich bettfertig, geht ins Bett. So oder so ähnlich sieht es bestimmt in ganz vielen Haushalten von Familien aus. Es ist nichts Schlimmes daran und die Routine hilft uns dabei den Tag zu überstehen ohne viel darüber nach denken zu müssen. Nur manchmal ist es mir einfach zu viel Alltag, zu viel Routine, zu viel Automatismen. Dann brauche ich Spontanität, Verrücktheit, Chaos, Überraschung, Adrenalin oder einfach die kleinen schöne Augenblicke. Wenn ich mich manchmal zu lange in meinem Alltagstrott befinde, und dann plötzlich eine Pause eintritt, weiß ich erst mal gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich laufe wie ein eingesperrter Tiger hin und her und komme nicht zur Ruhe. Ich muss doch noch.... ich sollte doch... ich könnte jetzt.... das ...