Direkt zum Hauptbereich

Blow Job oder schwarzer Jesus

Wir alle oder zumindest viele von uns kennen Madonna und haben
bestimmt das eine oder andere mal dazu getanzt und gesungen. Madonna ist für ihre explizite Sexdarstellungen und erotischen Texte bekannt.

In den Anfängen gab es ein paar Lieder, wo ich persönlich nicht davon ausging, dass sie ausschließlich von Sex handelten. Zumindest verstand ich den Text damals nicht so richtig
oder habe ihn nicht wahrgenommen. Generation MTV  tanzte eigentlich immer vor dem Fernsehen und hat sich von den Videos beeinflussen lassen. So ging es mir zumindest.

Für mich war bis heute immer klar: 'Like a Prayer' geht um irgendeinen nicht verarbeiteten Konflikt mit der Kirche o.ä. Das Video war mehr als eindeutig.

Jetzt einige Jahre später, zwei Kinder und 6 Staffeln Sex and the City später, passierte folgendes:

Ich sitze in meinem Auto, habe soeben die Kids in der KiTa abgegeben. Freue mich wie immer über diese 10 min. Da muss ich ausnahmsweise nicht 'Das Krokodil vom Nil' , 'Aram sam sam' oder andere Kinderlieder anhören, sondern ich kann das Radio voll auf drehen und die Musik genießen. Vielleicht sogar hinter dem Lenker etwas tanzen.

Heute jedoch lief etwas anders ab

Radio:       ...jetzt kommt ein Klassiker: Madonna mit ihrem Song 'like a prayer'

ich            ...oh cool, like prayer, habe ich ja schon ewig nicht gehört
                 ... Musik voll aufgedreht
                 ...etwas an der Ampel schief angeschaut, war mir egal,
                 ...habe angefangen hinterm dem Lenker zu tanzen.

Der Song beginnt, ich stutzte, tanzte weiter.

Song:       ...I'm down on my knees...

ich           ... warte mal, hmmm....ich sollte vielleicht mehr auf den Text achten,

Song:

When you call my name it's like a little prayer
I'm down on my knees, I wanna take you there
In the midnight hour I can feel your power

ich         ... oh mein Gott, da geht es doch nicht um beten und schwarzen Jesus.
....

Nun  ich war etwas verwirrt und konnte es nicht ganz glauben, vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden. Als ich dann zu Hause war, habe ich sofort meinen Freund Google gefragt. Tatsächlich, ich bin nicht die einzige, die daran gedacht hat.
Krass, das Lied kam 1989 heraus und ich habe es erst 2017 richtig angehört.

Was mich am Meisten an der ganzen Geschichte amüsiert:
Dass es um einen Blow job geht, ist von Madonna eigentlich zu erwarten,
dass es Lieder gibt, wo es um Sex geht, ist jetzt auch nicht selten und untypisch.

Was mich echt fertig macht und über mich selbst zum Lachen bringt ist,
dass ich knapp 28 Jahre gebraucht habe um das Lied zu verstehen 😂



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

Ist ein altes Sprichwort und viele nehmen es für bare Münze. Jedoch ist diese Denkweise veraltet und außerdem falsch. Für viele, ist es eine willkommene Ausrede/Entschuldigung etwas nicht mehr zu lernen oder es gar nicht zu versuchen.  Da hört man oft: ach ich bin zu alt dafür, ach dieses neumodische Zeugs, wer braucht das schon. Die Menschen reden sich ein, dass dies nicht nötig sei und es sowieso verschwendete Zeit ist, weil: 1. früher ging es ohne auch 2. brauche ich nicht mehr 3. schaffe ich sowieso nicht Tja, was mich aber oft bei solchen Aussagen auf die Palme bringt, dass das totaler BULLSCHIT ist. Der Mensch und somit das menschliche Gehirn ist sehr wohl in der Lage selbst bis ins hohe Alter etwas Neues zu Erlernen. Ausser natürlich man ist krankheitsbedingt eingeschränkt.  Ansonsten, sorry Leute ihr seid einfach zu FAUL! Nix anderes. Ja auf Grund des fortschreitenden Alters und des Abbaus benötigt man mehr Zeit, andere Ressourcen und Bedienungen, ...

ein Glas voller schöner Augenblicke

Im Alltag läuft vieles routiniert ab. Man steht auf, versorgt die Kinder, bringt sie in eine Schule/Kindergarten, geht zur Arbeit, macht den Haushalt, der Einkauf wird erledigt, holt die Kinder ab, bespaßt sie, macht Essen, macht sie und später sich bettfertig, geht ins Bett. So oder so ähnlich sieht es bestimmt in ganz vielen Haushalten von Familien aus. Es ist nichts Schlimmes daran und die Routine hilft uns dabei den Tag zu überstehen ohne viel darüber nach denken zu müssen. Nur manchmal ist es mir einfach zu viel Alltag, zu viel Routine, zu viel Automatismen. Dann brauche ich Spontanität, Verrücktheit, Chaos, Überraschung, Adrenalin oder einfach die kleinen schöne Augenblicke. Wenn ich mich manchmal zu lange in meinem Alltagstrott befinde, und dann plötzlich eine Pause eintritt, weiß ich erst mal gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich laufe wie ein eingesperrter Tiger hin und her und komme nicht zur Ruhe. Ich muss doch noch.... ich sollte doch... ich könnte jetzt.... das ...
Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt das Leben und scheisst noch mehr. Ist das ein Zitat oder habe ich es gerade aus Frust selbst erfunden? Tut mir leid für meine Ausdrucksweise, aber momentan muss das raus. Wir haben zwar einigermaßen die Grippewelle hinter uns gebracht (toi toi toi) dennoch habe ich das Gefühl aus dem Moloch noch nicht hochgekrochen zu sein. Irgendwie kommt immer was dazwischen oder dazu, so dass unser Rhythmus noch nicht richtig im Fluss ist. Handwerker hier Handwerker da. Arzttermin Irgendwelche Kindergeburtstage, da ein To-do seit dem Vorjahr bla bla bla. Vielleicht liegt es auch daran, dass es Montag ist und ich gerade im Endspurt zur Prüfung mich befinden, anschließend eine wissenschaftliche Hausarbeit auf mich wartet, zuzüglich zu der normale Hausarbeit und ich einfach genervt bin. Morgen ein neuer Tag ein neuer Start? Mal schauen:)